Vor dem Spiel waren die Rollen eigentlich klar verteilt, Oppenau ist zu Hause Favorit, alles andere als ein Sieg wäre ein Rückschlag im Kampf um den Aufstieg.
Doch das Spiel entwickelte sich komplett auf Augenhöhe, zwar legten die Hausherren immer wieder vor (7:5, 9:7) doch die Akteure der SG konnten immer wieder verkürzen und in der 26. Min. sogar mit 11:10 in Führung gehen. Oppenau schmeckte die offensive Variante mit Marco Kurz auf der Spitze gar nicht und tat sich im Angriff äußerst schwer. Eigentlich wäre für einen möglichen Auswärtserfolg alles angerichtet gewesen, doch im Angriff lief bei der SG fortan nicht mehr viel zusammen. Überhastete Würfe und technische Fehler prägten die zweite Hälfte. Neun Minuten ohne erzieltes Tor und Oppenau konnte mit 14:11 wegziehen, was schon eine kleine Vorentscheidung schien.
Es gelang zwar immer wieder auf ein, zwei Tore zu verkürzen (19:18, 22:20), doch auf der Gästebank hatte man nie das Gefühl, dass es wirklich nochmal ein Wende geben kann. Es waren einfach zu viele Fehler. Zudem fehlte mit Arne Nienstedt eine Alternative im Rückraum. Man merkte, dass das Zusammenspiel im neu formierten Rückraum noch hakt. Hier gilt es in den nächsten Trainingswochen anzusetzen.
Gegen Ende der Partie spielte Oppenau das Ergebnis routiniert herunter und gewann nicht unverdient mit 25:21 Toren.
Ein Kompliment an die kämpferische Einstellung der jungen SG-Mannschaft. Trainer Beni Michel macht es zuversichtlich, dass in den kommenden Spielen wieder Zählbares geholt werden kann.
Am Samstag empfängt man die zweite Mannschaft des HTV Meissenheim. Ein sicherlich guter Gegner, der der SG erneut alles abverlangen wird und die Punkte genauso dringend brauchen kann.